Der Hypophysentumor

Die Hypophyse oder auch Hirnanhangdrüse ist  eine Hormondrüse. Sie ist etwa erbsengroß und befindet sich auf einer gedachten Linie, die von der Nase aus
schräg nach oben ins Schädelinnere führt.

Die Hypophyse regelt eine Menge Hormonkreisläufe im Körper. Sie ist z. B. verantwortlich für Wachstum, Stresshormone, Schilddrüsenhormone und
Geschlechtshormone.
Hypophysenadenome, also Geschwulste der Hypophyse kommen gar nicht einmal so selten vor. Wenn sie sehr klein bleiben und nicht hormon-aktiv sind, stören sie gar nicht weiter.

Mein Tumor war schon ziemlich groß, als er entdeckt wurde, 2 cm – ein richtiger „Oschi“, wie meine Ärztin sagte.

Und er bringt die Hypophyse dazu, TSH zu produzieren, ein Hormon, das wiederum die Schilddrüse stimuliert. Ich war also schon ziemlich viele Jahre mit einer Schilddrüsenüberfunktion herumgelaufen. Wenn man das gewöhnt ist, fällt es nicht großartig auf. Ich dachte, Herzrasen,
Nervosität und Schlaflosigkeit gehören zum Leben dazu.

Erst als ich praktisch ständig Migräne hatte und nicht mal mehr ein Stockwerk raufsteigen konnte, ohne zu schnaufen, kam mir der Gedanke, dass vielleicht irgendetwas mit mir nicht stimmen könnte.

Um anderen Patienten, die vielleicht gerade erst ihre Diagnose erhalten haben und sich verständlicherweise etwas fürchten, Informationen zu liefern und ein wenig Mut zu machen, schreibe ich hier über die Entdeckung und den Verlauf der Behandlung meines Tumors.

 

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